Auch wenn es gelegentlich den Anschein erweckt: Ich bin nicht immer nur bei mir um die Ecke in Friedrichshain unterwegs! Manchmal traue ich mich auch in andere Berliner Bezirke. Vor allem die Gegend rund um den Hackeschen Markt hat es mir angetan. In den kleinen Seitenstraßen, die sich vom Hackeschen Markt bis zur Neuen Schönhauser Straße schlängeln, entdecke ich jedes Mal aufs Neue sympathische kleine Boutiquen, Restaurants und Cafés. Zugegeben, das Lokal „Mein Haus am See“ ist nun wirklich kein Geheimtipp. Aber Frühlingszeit und Sommerzeit sind ja bekanntlich Reisezeit und die eine oder der andere unter euch wird mit Sicherheit eine kleine Wochenendreise nach Berlin unternehmen. Dabei solltet ihr dem Haus am See unbedingt einen Besuch abstatten, denn:
- Es hat 24 Stunden am Tag geöffnet, sieben Tage die Woche. Irgendwann kann man ein Kaffeekränzchen dort also mit Sicherheit einschieben.
- Das Ambiente ist einfach fabelhaft.
- Die Kuchen (sowie alle anderen Speisen auch) sind ein Traum.

Mein Haus am See. Typisch Berlin: Ranzige Wändige, komisches Zeug an den Wänden und alte Möbel. © Mein Haus am See
Um es gleich mal klarzustellen: Bei diesem Lokal handelt es sich weder um ein freistehendes Haus, noch ist es an einem See gelegen. Das Haus am See befindet sich im Gegenteil mitten am belebten Rosenthaler Platz und ist ohne Zweifel eine fixe Größe in der Berliner Lokalszene. Halb Berlin trifft sich hier vormittags zum Brunch, nachmittags zum Café oder abends zu Bier und Cocktails. Und in der Tat: Ein Aufenthalt hier lohnt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit (aber ob hier tatsächlich auch am Dienstag um vier Uhr morgens jemand abhängt weiß ich nicht. Wenn ich ehrlich bin, will ich das auch nicht so dringend herausfinden…).
Tagsüber besticht die gemütliche Einrichtung, die so typisch für Berlin ist: Wild zusammengewürfelte, abgesessene Möbel und zahlreiche abgegriffene Bücher. Mix and Match Galore. Das wahre Highlight ist aber wohl die verspiegelte Treppe, die den ganzen hinteren Teil des Raumes einnimmt und auf der man es sich nach allen Regeln der Kunst gemütlich machen kann. So etwas findet man in Cafés eher selten, sondern kennt man allenfalls vom Amphitheater aus dem Urlaub oder von der Aula aus der Schule (wenn man denn so viel Glück hatte wie ich, acht Jahre lang in einem Prachtbau aus den 1970-Jahren unterrichtet zu werden…). Von dort aus hat man einen guten Blick auf das ganze Geschehen (gutaussehende Leute rund um die Uhr und abends DJ- und VJ-Unterhaltung) und die Plätze sind entsprechend begehrt.
Doch um nun endlich auf das Wesentliche zu kommen: Die Kuchen im Haus am See sind einfach lecker – wenn auch ein bisschen kostspieliger als andernorts in Berlin. Das Angebot wechselt ständig und wenn ihr Glück habt, kommt ihr in den Genuss eines leckeren, hausgemachten Tiramisus! Nicht zu süß, nicht zu herb und auch noch ansprechend angerichtet. Auch den russischen Zupfkuchen kann ich euch ans Herz legen. Das Haus am See ist aber auch eine beliebte Brunch- und Lunch-Location und lockt seine Gäste stets mit neuen, leckeren Kreationen. Daher, wie gesagt, mein Fazit: Hingehen! Egal wann! Hauptsache: Hingehen, schlemmen und das Berlin-Feeling genießen!
Mein Haus am See Brunnenstraße 197/198 10119 Berlin U Rosenthaler Platz www.mein-haus-am-see.blogspot.comNoch mehr spannende Artikel zu diesem Thema:



2 Comments
Wenn ich mal in Berlin bin, denk ich dran :-)
Hört sich gut an!
LG
Esra
http://nachgesternistvormorgen.de/
Wow, das sieht echt toll aus. Ich liebe die Gegend um den Hackeschen Markt auch! Bin mal beim Bahnhof Weinmeisterstraße raus und war begeistert von den ganzen tollen Läden…
Herzlichst,
-m.