Na gut, ich stecke noch immer inmitten der Vorbereitungen für meinen Umzug (schon in elf Tagen geht es los und immer mehr Nervosität macht sich breit). Doch allen, die sich noch einen spontanen Urlaub zur Spätsaison leisten können bzw. jenen, die sich schon jetzt wieder auf den nächsten Sommer freuen (zu dieser Kategorie zähle auch ich…) möchte ich diesen Post nicht vorenthalten. Ich konnte mir nämlich diesen Sommer einen lange gehegten Traum verwirklichen und mich urlaubstechnisch endlich nach Israel verabschieden. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen und ich war furchtbar traurig, als ich nach zehn Tagen wieder abreisen musste. Wir haben die meiste Zeit in Tel Aviv verbracht und das ist eine Stadt, in der ich mir auch vorstellen könnte, mehr Zeit zu verbringen. Also mal sehen, wie lange mich Paris diesmal halten kann…
Die Menschen waren einfach unglaublich herzlich und offen, die Strände unerwartet sauber und das Angebot an Cafés, Bars, Clubs und kulturellen Aktivitäten lässt so manche europäische Metropole vor Neid erblassen. Meine Highlights möchte ich nun mit euch teilen:
#1: Cafés und Bars in Tel Aviv
Rothschild 12 (12, Rothschild Boulevard): Meine absolute Lieblingscafébar in Tel Aviv. Mitten auf dem prunkvollen Rothschild Boulevard gelegen, kann man dort den ganzen Tag über gut speisen (Frühstück, Salate, Sandwiches etc.) und abends auf der Terrasse leckere Cocktails schlürfen und den Einheimischen beim Flanieren zusehen. Man kann sich aber auch in den großen Innenraum begeben, wo jeden Tag eine lokale Band aufwartet – und das kostenlos! Die Drinks sind zwar sogar für Tel Aviv eher teuer, dafür sind die Cocktails wirklich lecker und der Service ist perfekt!
Teder (5, Har Sinai Street): Ein weiterer Hipster-Hotspot. Gegenüber der großen Synagoge kann man dort die ganze Nacht auf der großen Terrasse sitzen, Bier trinken, den coolen Elektrobeats lauschen und sehen und gesehen werden. In Westeuropa ein Ding der Unmöglichkeit – zum einen wegen der strengen Gesetze, was nächtliches Outdoorsaufen betrifft, zum anderen natürlich wegen der kühlen Temperaturen.
Shesek (17, Lilienblum Street): Eine der coolsten Bars, in der ich je war. Als ich dort war, spielte der DJ coole Musik aus den 50er-Jahren (und damit meine ich nicht irgendwelche abgedroschenen Schnulzen von Elvis und Co.), die Einrichtung ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern und auch das Publikum kann sich sehen lassen. Von außen ist die Bar nicht so leicht zu erkennen, weshalb man dort auch auf viele Einheimische trifft.
Container (Warehouse 2, Yafo Port): Tel Aviv besteht eigentlich aus zwei Städten: Tel Aviv und dem malerischen, sehr alten Yafo. Dort befindet sich zum Beispiel der Container – und zwar direkt am Hafen. Der Container ist ein Hybrid aus Galerie, Bar, Café und Restaurant und bietet sich vor allem für einen Aperitif an. Location und Ambiente sind beeindruckend, außerdem wird fast jeden Abend Livemusik geboten.
Nanuchka und Abraxas (Beide Lilienblum Street): Ihr merkt schon, die Lilienblum Street ist wahrlich eine gute Adresse für all jene, die nach Alkohol dürsten. In diesen beiden Bars war ich jeweils nur für einen kurzen Abstecher, war aber dennoch ziemlich angetan. Nanuchka ist russisch angehaucht, während im Abraxas eher ein minimalistischer Stil dominiert. Abermals handelt es sich hier um Café, Restaurant und Bar in einem, in der man aber leider auch auf viele Touristen trifft.
#2: Restaurants in Tel Aviv:
Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, vereinen viele Lokale in Tel Aviv Bar, Café und Restaurant unter einem Dach. Außerdem kann ich jedem nur empfehlen, auch das eine oder andere Dinner an einem der zahlreichen Falafelbuden einzunehmen. Dort bekommt man für gutes Geld auch wirklich ein gutes und vor allem auch reichhaltiges Dinner. Neben frischen Falafeln (in der Regel ca. acht bis zehn Stück), reichlich Humus, Fladenbrot und israelischem Salat (sehr klein geschnittene Tomaten, Gurken und Paprika, garniert mit viel Petersilie – wird in Israel zu jedem Essen gegessen, häufig sogar zum Frühstück) darf man sich dort nämlich auch immer am großzügigen Salatbuffet bedienen. All you can eat, versteht sich. Dennoch waren wir auch in „echten“ Restaurants essen, die ich ebenfalls weiterempfehlen möchte:
Puaa (3, Rabbi Yohanan Street – Yafo): Inmitten des belebten Marktes in Yafo gelegen, bekommt man hier zu einem vergleichsweise günstigen Preis leckere israelische Speisen. Die Einrichtung kann sich ebenfalls sehen lassen: Es handelt sich um einen liebevoll zusammengetragenen Mix aus verschiedenen Vintage-Teilen. Praktisch: Wenn ein Möbelstück/Geschirr/Besteck gefällt, kann man es ebenfalls käuflich erwerben.
Cordelia (30, Yefet Street – Yafo): Ebenfalls in Yafo, allerdings in einer kleinen, versteckten Seitenstraße befindet sich das Cordelia. Die Terrasse ist wirklich herzallerliebst und auch Speis und Trank brauchen sich nicht verstecken.
Nun gut, bevor das hier noch ausartet, habe ich soeben beschlossen, den Post aufzuteilen. Schaut also in den nächsten Tagen noch einmal vorbei, um mehr über die Clubszene in Tel Aviv, Shopping, Tagesausflüge und Land und Leute zu erfahren.



5 Comments
Hey, danke für deinen Kommentar! Ich habe auch viele Jahre nach einer Lederjacke gesucht. Ich glaub, zumindest die perfekte BIKER-Jacke habe ich nun gefunden :-) Dir weiterhin viel Glück auf der Suche!!
Zu deinem Post: Wow, das ist auch mein Traum – Israel!! Wenn ich endlich mal hinkomme, werde ich deine Liste mitnehmen :-)
LG
Esra
http://nachgesternistvormorgen.de/
p.s. darf ich fragen, wie du meinen Blog gefunden hast? :-)
cool! eine freundin von mir war auch in israel diesen sommer und hat’s total geliebt! wohin ziehst du denn?
Nach Paris!! In einer Woche gehts schon los *Angst*
Ich würd auch sooooo gerne mal nach Israel. Und schon in Paris angekommen?
Ja, fahr unbedingt nach Israel! Du wirst es nicht bereuen ;)
Und ouuuiii, endlich gut angekommen. Jetzt kann der Spaß richtig losgehen hehe!
Bisou