Monthly Archives: Juni 2011

Cakes etc.: Marketta’s Greisslerei

Nun bin ich ja schon seit neun Monaten in Berlin und meine Abreise ist in greifbare Nähe gerückt: Nur noch zwei Wochen, dann geht es erst einmal zurück nach Österreich, bevor ich dann im Herbst nach Paris weiterziehe. Es hat zwar eine Weile gedauert, doch mittlerweile habe ich mich in Berlin eingelebt und bin ein bisschen traurig, die Stadt zu verlassen. Dennoch freue ich mich schon sehr auf den Sommer in Österreich, insbesondere natürlich auf meine Freunde, meine Familie und mein schönes Wien. Vor kurzem habe ich ein süßes österreichisches Café in Berlin entdeckt, in dem ich die Zeit bis zum ersten Kaffeehausbesuch in Wien überbrücken kann.

Marketta's Greisslerei

Das coole Interieur ist so gar nicht österreichisch - der Rest dafür schon © Marketta's Greisslerei

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Belle vere indeed: Plus-Size-Models in der Vogue Italia

Es gibt nur wenige Konstanten in meinem Leben; ein definitiver Bestandteil ist aber die regelmäßige Lektüre der Vogue Paris, von der ich in den letzten Jahren keine einzige Ausgabe verpasst habe. Allerdings weicht die anfängliche Faszination immer öfter einem Gefühl der Enttäuschung. Die Editorials sind oftmals nur noch lauwarm und auch inhaltlich verliert die Zeitschrift immer mehr an Tiefe. Auch Emmanuelle Alts Wechsel an die Spitze des Mastheads, über den ich bereits mehrfach berichtet habe, hat daran nicht viel geändert. Die aktuelle Ausgabe mit dem von Griechenland inspirierten Thema (welche mich wiederum zu diesem Post über griechische Mode inspiriert hat), fand ich ebenfalls nicht besonders spannend – da findet man im Moment doch aufregendere Magazine im Zeitschriftenregal. Immer öfter erwische ich mich zum Beispiel dabei, einen Blick in die Vogue Italia zu werfen. Zwar spreche ich die Sprache nicht, doch es sind ohnehin in erster Linie die schönen Editorials, für die sich der Blick ins Heft lohnt.

Vogue Italia Plus Size

Belle Vere: Die aktuelle Vogue Italia zieren Plus-Size-Models © Vogue Italia

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Ausstellung: Helmut Newton Polaroids. Nicht verpassen!

Eigentlich wollte ich ja schon letzte Woche endlich mal dem Helmut Newton Museums einen Besuch abstatt. Leider habe ich verschwitzt, dass dort gerade Umbauarbeiten für eine neue Ausstellung stattfanden und bin daher, nachdem ich mir die Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ angesehen habe, weitergezogen in die „Brassaï Brassaï“ – Ausstellung. Besagte neue Ausstellung hat am 10. Juni nun endlich ihre Pforten eröffnet und da wollte ich natürlich nicht länger warten: „Helmut Newton Polaroids“ klingt nämlich nicht nur äußerst vielversprechend –ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht.

Helmut Newton Polaroids

Pflichtprogramm: Die Ausstellung "Helmut Newton Polaroids" © Helmut Newton Stiftung

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Inspiriert: Griechische Mode

Angesichts des ewigen Einheitsbreis der Branche vergeht mir mehr und mehr die Lust, Modemagazine zu lesen. Zu den wenigen festen Bestandteilen meiner Lektüre zählt aber in jedem Fall die Vogue Paris – wobei ich leider auch hier Qualitätseinbußen feststellen muss (mehr dazu aber in den nächsten Tagen). Dennoch fand ich das Leitmotiv der aktuellen Ausgabe sehr inspirierend: Alles dreht sich rund um das Thema Griechenland. Darum (und vielleicht auch, weil ich am Samstag bei Weekday ein Kleid gekauft habe, in welchem ich mich wie eine griechische Göttin fühle) habe ich mich ein bisschen über die griechische Modeszene schlau gemacht und bin dabei auf zwei Designer gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

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Ausstellung: Brassaï Brassaï – Im Atelier und auf der Straße

Wie ich bereits in meinem letzten Post erwähnt habe, neigt sich meine Zeit hier in Berlin dem Ende zu. Nur noch wenige Wochen, dann geht es wieder zurück nach Österreich. Zumindest vorrübergehend: Ich plane nämlich, mich im Herbst endlich wieder in Paris niederzulassen. Doch bis es soweit ist, möchte ich von der Stadt und ihrem überwältigen Angebot noch so gut es geht profitieren. Heute war es allerdings schon fast ein bisschen zu heiß, um den ganzen Tag in der Sonne zu brutzeln, sodass ich mich zu einem Besuch in einem gut klimatisierten Museum entschloss. Ursprünglich wollte ich den Nachmittag im Museum für Fotografie verbringen, wo sich die Helmut Newton Stiftung befindet. Allerdings finden dort gerade Umbauarbeiten statt, sodass nur die Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ zugänglich ist. Nächste Woche wird aber eine neue Ausstellung („Helmut Newton Polaroids“) eröffnet, die ich mir auf jeden Fall ansehen werde – dann folgt auch ein Bericht über die Dauerausstellung.

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, habe ich aber vom Kombiticket (1) Gebrauch gemacht, und bin nach dem Besuch der Dauerausstellung ins Museum Berggruen gefahren, welches direkt gegenüber dem schönen Schloss Charlottenburg liegt und ich somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte. Dort findet seit 27. Mai nämlich eine interessante Ausstellung statt: „Brassaï Brassaï – Im Atelier und auf der Straße“ ergänzt die eindrucksvolle Dauerausstellung.

Brassai Ausstellung Berlin

Bei der Brassaï Brassaï Ausstellung Berlin sieht man u.a. große Künstler bei der Arbeit © RMN / Michèle Bellot & Estate Brassaï

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Willkommen in der Europäischen Bürokratischen Union

Meine Lieben,

keine Sorge, ich habe euch nicht vergessen. Allerdings neigt sich meine Zeit hier in Berlin dem Ende zu und die Frage, was ich nun als nächstes machen werde, drängt sich immer stärker auf. WOHIN ich ziehen werden, das habe ich schon längst beschlossen: Nachdem ich nun vier Jahre in Wien und Berlin gelebt habe, möchte ich nun endlich wieder nach Paris zurück. WAS ich dort machen werde, ist hingegen eine andere Sache.

Ich würde gerne noch ein einjähriges Praktikum machen, bevor ich mich meinem Master widmen werde. Ich hatte diesbezüglich auch schon einige fruchtbare Bewerbungsgespräche mit Pariser Unternehmen, die jedoch alle an einer großen bürokratischen Hürde scheiterten. Die meisten Unternehmen in Frankreich verlangen für ein Praktikum nämlich eine sogenannte „Convention de stage“, also eine Vereinbarung zwischen der Uni und dem Unternehmen, die besagt, dass man im Rahmen seines Studiums ein Praktikum absolvieren muss. Tja, so etwas besitze ich leider nicht und die Zahl der Unternehmen, die auch Praktikanten ohne so einen dummen Zettel akzeptieren, ist leider überschaubar. Als mir das bewusst wurde, habe ich mich noch in letzter Sekunde entschlossen, mich doch schon jetzt für einen Masterstudiengang in Paris zu bewerben. Die Chancen, dort aufgenommen zu werden, sind zwar relativ gering, aber ich habe ja nichts zu verlieren.

Doch auch hier wollte mir die Bürokratie mehrmals einen Strich durch die Rechnung machen: Angefangen von der französischen Botschaft hier in Berlin, über die Übersetzung meiner Zeugnisse, bis hin zur deutschen Post: Alle waren in den letzten Wochen gegen mich. Ich habe den Großteil meiner Zeit also damit verbracht, von einer Behörde zur nächsten zu laufen und fand daher wenig Zeit für interessantere Dinge. Manchmal kam ich mir schon vor wie Asterix im „Haus, das Verrückte macht“ – mit dem Unterschied, dass mir leider keine schlaue Lösung für meine Probleme einfällt.
Aber genug gejammert! Den Großteil der Behördengänge konnte ich mittlerweile erfolgreich hinter mich bringen, sodass ich euch in Zukunft wieder öfter beglücken kann.

Alles Liebe,

Julia

Und für alle, die in einer ähnlichen Lage sind: